Enrico Lenzin

Enrico Lenzin lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern iın Rheintal – ein weites Tal, ein hoher Himmel, eine Grenze und ein grosser Fluss auf dem Weg vom Gebirge ins Meer. Der Musiker nimmt was das Leben für ihn bereit hält; er lässt sich inspirieren von allem was ihm begegnet. Er fühlt sich in allen Musikstilen daheim.

Auf dem Boden der sorgfältig erlernten Technik lässt er den Rhythmus fliessen. Er verbindet die Trommelkulturen der Welt, vom Balkan bis New Orleans. Nicht die Spieltechnik steht für Enrico Lenzin dabei im Vordergrund, sondern seine Spielfreude und Authentizität, seine Individualität und Präsenz als Musiker.

Mal ist er der unermüdliche Motor, mal das präzise Uhrwerk. Hier begleitet er zuverlässig eine Blues- oder Funkband; dort fügt er die Trommelkultur fremder Völker in das Grenzen sprengende Programm des Duša Orchestras; da baut er Strukturen, auf denen er und seine Mitmusiker der verschiedenen Jazzformationen sich entfalten können. Als Solist lebt er seine Experimentierfreude in wuchernden Klangwelten aus; er improvisiert sensibel in avantgardistischen Projekten mit Kunst, Literatur, Tanz.

Mit seinem Sammelsurium an Perkussionsinstrumenten wird Enrico Lenzin zum fantasievollen Fabulierer. In der Auseinandersetzung mit seinen Instrumenten entstehen vielschichtige Collagen aus Rhythmus und Klang: Drum Set und Djembé, Pauke und Besen, Vogelgezwitscher und Rasseln sind für ihn der Fundus der unbeschränkten Möglichkeiten. Selbst Taler schwingen und Alphom spielen kann er wie einer aus den Bergen. Und aus der Cajon, einer scheppernden spanischen Holzkiste, zaubert er leidenschaftliche Geschichten.


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